Lexikon

Rellipedia

Willkommen in unserer Rellipedia, dem kleinen Lexikon der Relli. Manche Begriffe an der Relli sind selbsterklärend, andere brauchen ein bisschen Hintergrund. Hier erklären wir Räume, Methoden, Abkürzungen und Konzepte, die typisch für unsere Schule sind.

Die Rellipedia wächst noch: Wir ergänzen sie nach und nach um weitere Begriffe aus dem Relli-Alltag. Ihnen fehlt ein Begriff? Schreiben Sie uns gern.

Lernen und Schulalltag

Arbeitszeit: Ein großer Teil des Unterrichts, in dem die Kinder selbstständig an ihren Checklisten arbeiten, jedes in seinem eigenen Tempo.

alles>>könner: Konzept, an dem die Relli seit 2008 teilnimmt. Statt Noten gibt es Kompetenzzeugnisse, und die Kinder schreiben Lernerfolgskontrollen dann, wenn sie sich bereit fühlen.

Checklisten: Übersicht, die zeigt, was ein Kind in einem Fach lernen kann. Die Kinder haken darauf ab, was sie schon können, und sehen, was als Nächstes kommt.

Individualisiertes Lernen: Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo und auf seinem eigenen Weg. Aufgaben und Ziele werden an das angepasst, was ein Kind schon kann.

JüL (Jahrgangsübergreifendes Lernen): In jeder Lerngruppe lernen Kinder aus drei Jahrgängen gemeinsam, in den Jahrgängen 1 bis 3 und 4 bis 6. Die Jüngeren lernen von den Älteren, die Älteren festigen ihr Wissen, indem sie es weitergeben.

Kinderkonferenz (KiKo): Gremium, in dem Kinder ihre Lerngruppen vertreten und das Schulleben mitgestalten.

Kompetenzzeugnis: Unsere Form des Zeugnisses. Es beschreibt, was ein Kind kann, statt Noten zu vergeben.

Lernen durch Schreiben: Methode nach Jürgen Reichen. Die Kinder schreiben von Anfang an mit Hilfe einer Anlauttabelle eigene Wörter und Texte und lernen dabei auch das Lesen.

Lernerfolgskontrolle (LEK): Überprüfung am Ende eines Lernabschnitts. Die Kinder schreiben sie, sobald sie sich bereit fühlen, nicht alle am selben Tag.

Lerngruppen: An der Relli heißen die Lerngruppen nicht „Klasse 1a“, sondern tragen Tiernamen wie Tiger, Delfine oder Igel. Jede Gruppe behält ihren Namen über die ganze Schulzeit. Die vollständige Liste finden Sie im Eltern-ABC.

Logbuch: Persönliche Planungsmappe jedes Kindes. Darin plant es seine Arbeit, hält Ziele fest und behält seinen Lernweg im Blick.

Mittagsfreizeit (MFZ): Freie Zeit rund um das Mittagessen. Die Kinder entscheiden selbst, ob sie spielen, sich bewegen oder zur Ruhe kommen.

Präsentationsnachmittag: Einmal im Jahr zeigen die Kinder der ganzen Schulgemeinschaft, woran sie gearbeitet haben. Sie halten Präsentationen, führen Theaterstücke auf, und alle Lerngruppen geben Einblick in ihre Projekte. Familien sind herzlich eingeladen.

Sechsjährige Grundschule: Die Relli ist eine von vier Grundschulen in Hamburg, an denen die Kinder sechs statt vier Jahre gemeinsam lernen können. Mehr dazu auf der Seite Sechsjährige Grundschule.

Selbstwirksamkeit: Die Erfahrung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können. Sie stärkt Kinder darin, sich Neues zuzutrauen, und ist uns deshalb besonders wichtig.

Vertiefungszeit: Feste Lernzeit am Nachmittag, in der Kinder gezielt üben, gefördert werden oder eigenen Interessen nachgehen.

Viereinhalbjährigen-Untersuchung: In Hamburg werden alle Kinder im Alter von etwa viereinhalb Jahren an einer Grundschule vorgestellt. Dabei wird geschaut, wie weit Sprache und Entwicklung des Kindes sind und ob es vor der Einschulung Unterstützung braucht.

Förderung und Inklusion

Begabtenförderung: Angebote für Kinder mit besonderen Begabungen. Mehr dazu auf der Seite Begabtenförderung.

Förderpflege: Pflege und Grundversorgung im Schulalltag als Teil des Bildungsauftrags, zum Beispiel beim Essen oder beim Toilettengang. Mehr dazu auf der Seite Schwerpunktschule Inklusion.

Förderplan: Plan für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Darin hält das Team gemeinsam mit den Eltern fest, welche Ziele ein Kind als Nächstes erreichen soll und wie es dabei unterstützt wird.

Inklusion: Kinder mit und ohne Förderbedarf lernen gemeinsam. Als Schwerpunktschule Inklusion ist das bei uns kein Zusatz, sondern Alltag.

Lernstandserhebung: Hamburger Vergleichstests (KERMIT) in einzelnen Jahrgängen. Sie zeigen, wo ein Kind steht, und helfen uns, den Unterricht passend zu planen.

Multiprofessionelles Team: Lehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Erzieher:innen und weitere Fachkräfte, die gemeinsam für eine Lerngruppe verantwortlich sind.

Nachteilsausgleich: Angepasste Bedingungen für Kinder mit Beeinträchtigungen, zum Beispiel mehr Zeit oder besondere Hilfsmittel. Die Anforderungen bleiben dabei gleich. Sprechen Sie bei Fragen die Lerngruppenleitung an.

Pädagogische Insel: Ein ruhiger Ort, der von Erzieher:innen geleitet wird. Hier können Kinder eine Pause vom Unterricht machen, sich erholen, bewegen, spielen oder Gespräche führen. Die Insel steht allen Kindern offen.

Schulbegleitung: Person, die ein Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf durch den Schultag begleitet, meist eine FSJ- oder BFD-Kraft oder eine sozial erfahrene Kraft. Schulbegleitungen sind bei externen Trägern angestellt und werden von unserem schulischen Personal angeleitet.

Sonderpädagog:in: Lehrkraft mit sonderpädagogischer Ausbildung. Sie gestaltet den Unterricht gemeinsam mit den Fachlehrkräften so, dass alle Kinder mitlernen können.

Unterstützte Kommunikation: Angebot für Kinder, die sich nicht oder nur eingeschränkt mit Lautsprache verständigen können, zum Beispiel mit Gebärden, Bildkarten oder Sprachausgabegeräten.

Zieldifferenter Unterricht: Alle Kinder arbeiten am selben Thema, aber mit unterschiedlichen Zielen, je nachdem, was sie schon können.

Abkürzungen

BSFB: Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
FSJ: Freiwilliges Soziales Jahr
GTS: Ganztagsschule
JüL: Jahrgangsübergreifendes Lernen, siehe oben
KESS: Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, eine Hamburger Schulstudie
LEK: Lernerfolgskontrolle, siehe oben
MFZ: Mittagsfreizeit, siehe oben
ReBBZ: Regionales Bildungs- und Beratungszentrum
SPFB: Sonderpädagogischer Förderbedarf
VSK: Vorschulklasse

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